Open Call zum Thema SEHNSUCHT

Open Call:  
SEHNSUCHT

Einsendefrist: 10.06.2021, 23:59 Uhr

English:

Open Call:
SEHNSUCHT (LONGING) 

Deadline for submission: June 10th 2021, at  23:59

 

English version below:

Die Sehnsucht ist wieder aufgeflammt und kommt heute in den verschiedensten Formen zum Ausdruck: in der Liebe zur Natur, der Flucht aus dem Alltag, Sehnsucht nach sozialen Kontakten, nach Normalität, nach der Ferne…

Zu unserem diesjährigen Jahresthema Sehnsucht können ab sofort Arbeiten für eine Gruppenausstellung bei SCOTTY eingereicht werden.
Die Ausstellung wird vom 14.08.21 – 25.09.21 stattfinden.
Der OPEN CALL richtet sich an Bildende Künstler:innen aller Sparten / Medien, die eine Arbeit zu diesem Thema einreichen möchten. Bei der Auswahl ist zu beachten, dass der Projektraum nur 24 qm groß ist.
Wir bitten alle Bewerber:innen nur eine Arbeit einzureichen. Über die Auswahl der Einreichungen wird bis Ende Juni entschieden und eine Benachrichtigung erfolgt umgehend.

Einsendefrist: 10.06.2021, 23:59 Uhr

Bitte sendet aussagekräftiges Bildmaterial eurer Arbeit, eine Kurzbeschreibung, CV und Angaben zur Website bis zum 10.06.2021 unter dem Betreff ‚Open Call-Sehnsucht‘ an: mail@scottyenterprises.de

Wir freuen uns über eure Zusendungen!
Euer SCOTTY Team

Über SCOTTY:
Der Projektraum SCOTTY bietet Künstler:innen und Kurator:innen eine offene Plattform für Ausstellungen, alternative Formate der Kunstvermittlung und für interdisziplinäre Projekte. Der Projektraum agiert marktunabhängig, selbstbestimmt und hierarchiefrei.
Die inhaltliche Arbeit von SCOTTY basiert auf Jahresthemen / Arbeitsschwerpunkten, die für die Dauer von ein- bis eineinhalb Jahren definiert werden.

Jahresthema Sehnsucht
Die Sehnsucht ist wieder aufgeflammt und kommt heute in den verschiedensten Formen zum Ausdruck: in Naturliebe, der Flucht aus dem Alltag, Sehnsucht nach sozialen Kontakten, nach Normalität, nach der Ferne, nach einer Heimat und sogar in Verschwörungstheorien oder wieder der Idee der Rettung durch die politisch extreme Rechte.
Der Begriff der Sehnsucht als ein Bild, bei dem das scheinbare Abwesende zur individuellen aber auch kollektiven Projektionsfläche wird.
Motive wie romantische Landschaften Caspar David Friedrichs, ein Sandstrand mit Palme im Sonnenuntergang, das Idyll der Alpen oder das bürgerliche Paradies des eigenen Gartens sind für den neo-romantischen Betrachter im Laufe der Jahrhunderte zu Chiffren für Empfindungen und Sehnsuchtsorte geworden. Funktionieren sie heute auch noch unverändert?
Sehnsüchte als subjektive, schwer greifbare und dennoch kraftvolle innere Antriebskraft scheinen abseits von Rationalität, pragmatischen Kompromissen und Vernunft zu liegen. Und doch verweisen Sehnsüchte auch auf essentielle Fragen nach tragfähigen Inhalten, langfristig sich bewahrheitenden Lebensentscheidungen und integrem Handeln. Kann Sehnsucht als intuitiver Impuls für authentisches Agieren und Selbstermächtigung gesehen werden? Als etwas, dem zu lauschen sich lohnt, weil darin eine relevante Information über die einzuschlagende Richtung steckt? Wie können wir aus unseren Ursehnsüchten deren utopisches Potenzial destillieren und umsetzen? Wie weit können wir Sehnsüchten ähnlich einem Seismographen trauen und inwiefern ist es überhaupt vertretbar, dabei auf eine Art innere Natürlichkeit oder ‚Kompass‘ zu setzen?
Wir folgen in diesem Ausstellungszyklus unterschiedlichen künstlerischen, kulturellen und sozialpolitischen Facetten von SEHNSUCHT:
Wie kann der imaginäre Raum dargestellt werden? Welche Künstlermythen kursieren mit entsprechenden gesellschaftlichen Erwartungen, Selbstbildern und Lebensrealitäten? Sehnsucht als die pure, abenteuerliche Lust, die Weite der Welt für sich zu entdecken? Radikale künstlerische und gesellschaftliche Positionen, die ohne allzu große Kompromisse auskommen? Wie können wir es im Alltag schaffen, im allgegenwärtigen Kapitalismus echte Gemeinschaften zu praktizieren, solidarisch zu bleiben?

English version:

OPEN CALL – Longing

Longing is flourishing once again and is expressed today in the most varied of forms: in love of nature, the escape from everyday life, longing for social contacts, for normality, for far-flung places…

Works for a group exhibition at SCOTTY can now be submitted for this year’s theme “Longing”. The exhibition will take place from 14.08.21 – 25.09.21.

The OPEN CALL is open to visual artists from all disciplines / media who would like to submit a work on this theme. When making your selection, please note that the project space is only 24 square meters. We ask that all applicants submit only one piece of work. The selection of the work will be decided by the end of June and the applicants will be informed immediately.

Deadline for submission: June 10th 2021, at  23:59

Please send clear images of your work, a short description, CV and website with the subject ‚Open Call-Sehnsucht‘ to: mail@scottyenterprises.de by June 10th 2021.

We look forward to receiving your submissions!
Your SCOTTY Team

About SCOTTY:
The project space SCOTTY offers artists and curators an open platform for exhibitions, alternative formats of art education and interdisciplinary projects. The project space operates independently of the market, is self-determined and free of hierarchies.

The content of SCOTTY’s work is based on annual themes / focal points that are defined for a period of one to one and a half years.

About the year’s theme:
Longing is flourishing once again and is expressed today in a wide variety of forms: in love of nature, the escape from everyday life, the longing for social contacts, for normality, for remote places or for a home. It even finds expression in conspiracy theories or in the idea of salvation via right-wing extremism.
The concept of longing as an image morphs the illusive into an individual, and at times, a collective projection.
Motifs such as the romantic landscapes of Caspar David Friedrich, a sandy beach with palm trees in the sunset, the idyllic scenery of the Alps or the bourgeois paradise of one’s own garden have become codes for feelings and places of longing for the neo-romantic observer over the centuries. Do these images still resonate today?
Longings as subjective, elusive and yet powerful inner forces seem to emerge outside of the realm of rationality, pragmatic compromise and reason. And yet longings raise essential questions about meaning and substance, long-term self-fulfilling life choices and mindful moral action. Can longing be seen as an intuitive impulse for integrity and self-empowerment? As something worth listening to, because it contains relevant information about the direction to be followed? How can we distil and implement the utopian potential from our primal desires? And how can we place trust in longings as we would in a seismograph, and to what extent can we justify a reliance on a kind of inner nature or compass while doing so?

In this exhibition cycle, we follow various artistic, cultural and social-political aspects of Longing – SEHNSUCHT:
How can the imaginary be made visible? Which artist mythologies are accompanied by corresponding social expectations, self-images and realities of life? Longing as the pure, adventurous desire to discover the vastness of the world for yourself? Radical artistic and social positions that are not overburdened by compromise? How can we live in omnipresent capitalism and practice solidarity and real community?